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Substances Projekte Publikationen Über die Künstler*innen
Die Projekte unter dem Titel Substances stammen von Stefanie Knobel resp. von Kollaborationen zwischen Stefanie Knobel und Samrat Banerjee oder Angela Wittwer. Substances wird in Zukunft weitere Projekte in wechselnden Konstellationen beheimaten.
Arbeiten von Stefanie Knobel
Untitled (2025)
seeping in (2025)
The House (2025)
Scores für einen Ganges Flussdelfin und eine Textilarbeiter*in #1–2 (2024 / 2025)
The Soaking Space (2022)
hereish and nowish (2017)
warp and weft (2017)
Interfacing the non- #1–3 (2018 / 2019)
A mani­festation for the quasi-public #1–5 (2018 / 2019)
TipTui – Performance Undercover (2019)

Arbeiten von Stefanie Knobel und Angela Wittwer
A heavy, heavy duty (2016 / 2023)

Arbeiten von Stefanie Knobel und Samrat Banerjee
A Cotton Conversation (2025)
Oh my silly, silly, silly mind! (Text, 2017)
Samrat Banerjee ist ein in Indien geborener Künstler und Dramaturg, der in Zürich lebt. Er absolvierte einen Master in Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. Seine forschungsbasierte Praxis umfasst kreatives Schreiben, Poesie und Video. Er ist interessiert an einer Kritik anthropozentrischer Werte, die unsere Beziehungen formen und definieren, indem er sich mit Fragen über die geteilte Beziehung des Menschen zu Materialität auseinandersetzt. Im Jahr 2021 gründete er zusammen mit Stefanie Knobel am Theaterhaus Gessnerallee The Institute for Plant, Animal and Human Migration. Kürzlich war er Stipendiat von Pro Helvetia im Palazzo Trevisan in Venedig. Sein neuester Video-Essay, Mangrove Futures, wurde 2023 im Cinema Gallegiante in Venedig gezeigt.
Stefanie Knobel (lebt und arbeitet in Zürich) ist eine Künstlerin, die mit Körper, Poesie und räumlichen Situationen arbeitet. Ihre Praxis umfasst Choreografie, Installation und Archivarbeit und konzentriert sich auf präzise Gesten und Bewegungen, die aus langfristigen künstlerischen Forschungsprozessen hervorgehen.

Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und schloss 2012 ihren Master mit Schwerpunkt Choreografie und Performance ab. Zudem verfügt sie über einen Bachelorabschluss in Tanzwissenschaft sowie in Germanistik und Kunstgeschichte und absolvierte Weiterbildungen im Archivwesen.

Seit 2016 beschäftigt sich ihre Arbeit mit Baumwolle, Textilproduktion und transozeanischen Verbindungen und untersucht die (kolonialen) Verflechtungen zwischen der Schweiz und Indien. Diese Forschung verortet sie in breiteren ökologischen und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen, unter anderem im Hinblick auf Fragen des Artensterbens und mehr-als-menschlicher Akteur*innen.

Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem bei FRAC Lorraine und im Künstlerhaus Bremen. Von 2020 bis 2023 entwickelte sie gemeinsam mit Samrat Banerjee eine Reihe kollaborativer Arbeiten an der Gessnerallee Zürich und der Shedhalle Zürich. Zu den jüngsten Projekten gehört die Einzelausstellung On Surfaces and Structures (2025) im Coalmine, Winterthur. Sie umfasst die Raumintervention Untitled, das Performancevideo seeping in, die Performance The House sowie das gedruckte Gespräch A Cotton Conversation (mit Samrat Banerjee). Aktuell entsteht aus der ortsspezifischen Performance The House eine Videoarbeit. Im Rahmen ihrer fortlaufenden Performancepraxis entwickelt sie zudem die Werkreihe Scores # weiter. Scores for a Ganges River Dolphin and a Textile Worker #1 und #2 wurden 2025 im Helmhaus Zürich sowie 2024 im Aargauer Kunsthaus präsentiert. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist Knobel seit 2013 in der Lehre sowie als Jurymitglied tätig, unter anderem an der Zürcher Hochschule der Künste und der F+F Schule für Kunst und Design. Darüber hinaus war sie Jurymitglied beim Swiss Performance Art Award (2021–2024).

stefanieknobel.com
Angela Wittwer arbeitet in der Kunst, im Verlagswesens und in der Grafik. In ihrer recherchebasierten und oftmals ortsspezifischen künstlerischen Praxis kollaboriert sie mit Künstler*innen und Forscher*innen, reflektiert über postkoloniale Verstrickungen, Geschichte(n), und fluide Subjektivitäten und kreiert semifiktionale Persona, die historische Fakten mit Fabulation verbinden. 2020 hat sie in Kollaboration mit Rahmat Arham (Makassar, Indonesien) für Dan Dia Bilang Gitu eine audiovisuelle Arbeit entwickelt, welche die koloniale Involvierung zweier Schweizer Naturwissenschaftler mit dem antikolonialen Widerstand von Colliq Pujié, einer Buginesischen Intellektuellen, konfrontiert. Dan Dia Bilang Gitu wurde 2020 im Theater Basel gezeigt und war 2022 Teil des zeitgenössischen Kunstfestivals Colomboscope in Colombo, Sri Lanka, wie auch laying out the sea to the thought, ein gedruckter Beitrag mit Arham Rahman (Yogyakarta, Indonesien). 2019–2025 ermöglichte sie im transdisziplinären Team mit Izabel Barros, Fatima Moumouni, Esther Poppe, Vera Ryser und Bernhard C. Schär (Bern/Zürich/Frankfurt) die Entfernung eines Wandbildes mit kolonial-rassistischen Darstellungen aus einer Berner Primarschule und seiner Rekontextualisierung in einer laufenden Ausstellung im Bernischen Historischen Museum (Das Wandbild muss weg!). Seit 2022 ist sie, zusammen mit Sandev Handy (Colombo), Aziz Sohail (Karachi/Melbourne) und Vera Ryser (Zürich) Teil des Studio for Memory Politics, ein transdisziplinäres Kollektiv von Kulturschaffenden, die sich in langfristigen Projekten engagieren, um eine gemeinsame Sprache zu finden, die globale Machtdynamiken und Erinnerungspolitik adressiert und verkompliziert. Seit 2011 ist sie als Co-Redaktorin und Redaktorin an Publikationen u.a. für Maria Eichhorn, Shedhalle Zürich, das Bundesamt für Kultur, das Bernische Historische Museum und die Zürcher Hochschule der Künste beteiligt. Sie lebt und arbeitet in Jakarta und Zürich.

angelawittwer.com
daswandbildmussweg.ch
memorypolitics.studio